Was gibt es Neues?

Was gibt es Neues in den Weinbergen?

Schon kurz vor Weihnachten haben wir mit dem Rebschnitt begonnen. Je nachdem, wofür die Trauben aus einem Weingarten vorgesehen sind, schneiden wir entweder auf einen, manchmal auch auf zwei Strecker, die jeweils so viele Augen haben, dass der Strecker sobald der Trieb beginnt, leicht am Cordondraht festgemacht werden kann. Besonders bei starkem Wind und kalten Temperaturen ist das Scheiden in den Weingärten eine sehr anstrengende Arbeit, wobei vorne weg ein Mitarbeiter den Rebschnitt durchführt, während der zweite Mitarbeiter das geschnittene Holz aus der Drahtkonstruktion herausschneidet und entfernt. Dieses bleibt dann natürlich in der Fahrgasse liegen und wird in Folge zuerst gehexelt, dann in den Boden eingearbeitet. Die außerordentlich warmen Temperaturen, die vor allem die letzten Tage bestimmt haben, sind für die Pflanze nicht gut. Es ist so als würden wir in der Tiefschlafphase geweckt werden.

Warme Temperaturen bewirken, dass die Pflanze „den Befehl“ ausgibt, dass die sogenannte Vakole Wasser loslässt und die Pflanze mit dem Trieb beginnt. Wenn dann etwa Mitte April, Anfang Mai ein durchaus nicht unüblicher Spätfrost einsetzt, sprengt das „freigelassene Wasser“ die Pflanze und führt zu verherrenden Auswirkungen. Letztlich ist dies eine klare Auswirkung des Klimawandels und wird mit verschiedenen Methoden experimentiert, diesem Phänomen zu begegnen. So überlegt man auf der einen Seite austriebhemmende Maßnahmen einzusetzen, auf der anderen Seite die Rebanlagen einfach mechanisch vor allfälligem Frost zu schützen. Der beste Schutz wäre aber die Erkenntnis, dass wir einer radikalen Denk- und Trendumkehr bedürfen, um unsere Lebensräume bis hin zur Nahrungsmittelkette zu schützen.

MO – and the rangers in love! Nein, wir haben keine neue Band als Abklatsch von der von Günter Mokesch gegründeten gebildet, unser Muskat Ottonel – Sekt nach traditioneller Methode – wurde offiziell mit einer feinen Community an Kunden am 26. Februar aus der Taufe gehoben. Leichter Muskatgeschmack, trocken, kühl und inspirierend, straight und ohne Schnörchsel, so stellt sich unser neuestes Produkt dar. Meine Frau Patricia hat gleich einen besonderen Champagner-Cocktail „Vulcano“ kreiert, der sofort mein Liebling wurde. Let‘s go MO!

Bestellungen freundlich erbeten unter: t.malloth@malloth.at.

 

Just Red in Gährung

In den ersten Jännertagen konnten wir, wie annähernd jedes Jahr, eine wunderbare Zweigelt Trockenbeerenauslese ernten, die langsam und kühl von rund 33 Grad Klosterneuburger Mostgrade bis nunmehr knapp über 20 Grad Klosterneuburger Mostgrade gegährt ist. Das wird eine Alkoholausbeute etwas über 10% ergeben, was für eine feine, interessante Trockenbeerenauslese sehr gut ist. Die Gradation im Zuge der Ernte war nicht besonders hoch, was vor allem auch darauf zurückzuführen ist, dass durch die große Hitze im Vorjahr die Pflanzen „das Wachsen eingestellt haben“, was im Zuge der Ernte zu einer geringeren Gradation als in den Vorjahren geführt hat. Meine ersten Verkostungen während der letzten Wochen ergeben ein interessantes Zucker-Säurespiel, wobei das ein wenig herbe Timbre der letzten Jahre etwas verstärkt erscheint. Das wird dem Wein aber diesen „Port-artigen“ Touch geben, der ihn eben so besonders macht. Kommende Woche werde ich schon ein feines Zitroneneis mit Just Red verzieren, gepaart mit Just Red im Glas ein feines „Betthupferl“.